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06.04.2016

Inklusion bei HOBOS: PROMI-Start von Marina Kretzschmar

Für schwerbehinderte Absolventen ist es oft schwierig, einen akademischen Karriereweg einzuschlagen. Im Sinne der Inklusion hilft dabei das Projekt „PROMI – Promotion inklusive“. Jetzt hat das Projekt Zuwachs erhalten.

Die PROMI-Doktoranden Christian Seyferth-Zapf und Marina Kretzschmar (vorn) mit (hinten von links): Prof. Jürgen Tautz, Prof. Silke Grafe, Bernd Mölter, Sandra Mölter und Prof. Leane Lehmann. (Foto: Uni Würzburg)

Seit 2013 gibt es das Projekt „PROMI“ schon. Die Universität Würzburg ist sogar Vorreiter auf diesem Gebiet. Bernhard Schneider, Legastheniker, ist der Erste, der an der Universität Würzburg mithilfe dieses Projektes promoviert. Marina Kretzschmar ist eine neue PROMI-Promovierende an der Universität Würzburg.

Die Biologin und Biochemikerin Marina Kretzschmar ist in Schweinfurt geboren und aufgewachsen. Bei ihr wurde eine Fibulaaplasie diagnostiziert, d.h. ihr fehlt von Geburt an ein Unterschenkelknochen. In ihrer Doktorarbeit fragt sie nach der Bedeutung von Totholz für das Verhalten und die Physiologie der Honigbienen. Denn der natürliche Lebensraum der wildlebenden Honigbienen ist die Baumhöhle. Dort – in unmittelbarer Nähe zum Totholz - errichten die Honigbienen natürlicherweise ihre Waben. Ob sich das Totholz positiv auf die Honigbienen auswirkt und ob es eine antibiotische oder sogar antimikrobielle Wirkung hat, ist noch nicht ausreichend erforscht. Kretzschmars Promotionsvorhaben soll neue Kenntnisse über alternative Bienenhaltungen hervorbringen und im besten Fall auch die Gesundheit der Honigbienen stärken. Sie wird Bienenbeobachtungen durchführen, HOBOS-Messwerte (Temperatur, Feuchtigkeit, CO2, etc.) analysieren und im Labor mittels (bio-) chemischer Analysen die Bestandteile von Totholz untersuchen. Ihre Promotionsbetreuer sind Prof. Dr. Leane Lehmann, Inhaberin des Lehrstuhls für Lebensmittelchemie, und der HOBOS-Gründer Prof. Dr. Jürgen Tautz, Fakultät für Biologie.

Marina Kretzschmar bekommt drei Jahre lang eine halbe Stelle an der Universität Würzburg finanziert. Die Audi-Umweltstiftung schließt die 30 Prozent-Lücke, die die Agentur für Arbeit und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales lassen.

Kristina Vonend

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