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Fortpflanzung, Vermehrung und Bienensex

(c) Helga R. Heilmann

Eine Honigbienenkolonie besteht im Sommer, auf dem Höhepunkt der Volksentwicklung, aus bis zu 50’000 weiblichen Tieren, von denen sich lediglich die Königin fortpflanzt. Dies tut sie ohne Unterlass. Eine Königin legt im Sommer täglich zwischen 1000 und 2000 Eier, jedes in eine eigene Zelle. Durch diese enorme Legeleistung von einem bis zwei Eiern pro Minute setzt eine Königin täglich etwa ihr eigenes Körpergewicht an Eiern ab. Auf den Menschen übertragen hieße dies, eine Frau würde ihrem Körpergewicht entsprechend einen Sommer lang Tag für Tag etwa 20 Säuglinge gebären. Die eigentliche Vermehrung des Superorganismus erfolgt durch eine Teilung des Bienenvolkes. Ist eine neue Königin herangezogen, verlässt die alte Königin mit einem Schwarm, der etwa die Hälfte der Kolonie umfasst, das alte Nest und begibt sich auf die Suche nach einer neuen Behausung. Die neue Königin übernimmt das Regime am alten Ort. Auf ihrem Hochzeitsflug, dem einzigen Ausflug bis zum Verlassen des Nestes als alte Königin im folgenden Jahr, wird sie von mehreren Drohnen begattet. Nur für diesen Zweck erschafft sich die Bienenkolonie zur Fortpflanzungzeit einige hundert bis tausend dieser männlichen Bienen. Der Samenvorrat, den die Königin vom Hochzeitsflug in das Volk zurückbringt, hält sich über viele Jahre frisch. Die Samenbank hat somit nicht erst der Mensch erfunden; die Honigbienen kennen diese Errungenschaft schon lange.

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