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Die Honigbiene – ein Erfolgsmodell

(c) Helga R. Heilmann

Honigbienen haben eine bemerkenswert geringe Artenvielfalt hervorgebracht. Man kennt weltweit nur neun Spezies der Gattung Apis, nicht gerade ein Positivrekord für Insekten. Diese wenigen Bienenarten werden zusammen mit den Hummeln zur Familie der Echten Bienen (Apidae) zusammengefasst. In Asien leben acht Honigbienenarten, während es auf den beiden Kontinenten Europa und Afrika erstaunlicherweise nur eine einzige weitere Spezies, die Honigbiene Apis mellifera, gibt. Sie bildet dort zahlreiche Rassen aus, die untereinander problemlos kreuzbar sind. Durch den Menschen wurde Apis mellifera sekundär weltweit verbreitet. Honigbienen sind in den meisten Regionen der Erde, in denen es Blütenpflanzen gibt, die wichtigsten Bestäuber. Weltweit werden etwa 80 Prozent aller Blütenpflanzen von Insekten bestäubt; das sind 170’000 Arten, von denen wiederum 40’000 ohne die Honigbienen nicht auskommen würden. Und dieses Blütenmeer wird weltweit von gerade einmal neun Arten bestäubt, in Europa und Afrika sogar nur von einer einzigen. Das extreme Zahlenverhältnis von Pflanzenkunden und Bestäubungsleistungsanbietern ist höchst erstaunlich und spricht dafür, dass Honigbienen mit ihrer Lebensform derart erfolgreich sind, dass sie ähnlich spezialisierten Konkurrenten keinen Raum für eine Coexistenz lassen. Das ist Globalisierung und Monopolbildung im Tierreich.

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