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Das Bienenvolk – ein Säugetier in vielen Körpern

(c) Helga R. Heilmann

Nach allen gängigen Kriterien sind Honigbienen Insekten – kein Zweifel. Und das seit ihrem ersten Auftauchen bereits in ihrer heutigen Gestalt vor geschätzten 30 Millionen Jahren – allerdings nur bis ins 19. Jahrhundert. In diese Zeit fällt ihre „Geburt“ als Wirbeltiere - aufgrund eines drastischen Vergleichs, den der Imker und Schreinermeister Johannes Mehring (1815–1878) formulierte: Das Bienenvolk sei ein „Einwesen“ und entspreche einem Wirbeltier. Die Arbeitsbienen seien der Gesamtkörper, seine Erhaltungs- und Verdauungsorgane. Die Königin entspräche den weiblichen, die Drohnen den männlichen Geschlechtsorganen. Diese Sichtweise, eine ganze Bienenkolonie mit einem einzigen Tier gleichzusetzen, brachte den Begriff des „Bien“ hervor, womit die „organische Auffassung des Einwesens“ ausgedrückt werden sollte, die eine Bienenkolonie als ein unteilbares Ganzes, als einen einzigen lebenden Organismus betrachtet. Der moderne Begriff des Superorganismus drückt den gleichen Gedanken aus. Den Staat der Honigbienen kann man aber nicht nur mit einem Wirbeltier vergleichen, er besitzt sogar manche Eigenschaften von Säugetieren.

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